Original paper

In der Eberswalder Gegend gesammelte Diluvialgeschiebe

Remelé, A.

Kurzfassung

1. Ein neues zu Eberswalde aufgefundenes Stück des Oeländischen Gesteins mit Paradoxides Oelandicus Sjögren. Dasselbe besteht aus einem wie gewöhnlich graugrün gefärben mergeligen Kalk mit kleinen ockerfarbigen Partieen und zahlreich eingesprengten winzigen Kalkspathlamellen. Bemerkenswerth ist dieses mehr als faustgrosse Geschiebe dadurch, dass in demselben neben einem vortrefflich erhaltenen Mittelschild des Kopfes von Paradoxides Oelandicus mehrere Kopfschilder von Ellipsocephalus cf. polytomus Linnrs. liegen. Ersteres Exemplar ist beträchtlich kleiner als das im gegenwärtigen Bande pag. 182 erwähnte Fragment der nämlichen Paradoxides-Art, entspricht dagegen ziemlich genau den Dimensionen des Originalstücks zu Sjögren's bezüglicher Figur, von dem später Linnarsson eine bessere Abbildung gegeben hat. Was die Ellipsocephalus-Reste betrifft, so decken sie sich aufs Genaueste mit der Form von Stora Frö auf Oeland, welche Sjögren l. c. pag. 75 vorläufig als Ellipsocephalus sp. indeterm. bezeichnet hatte und nach Linnarsson (l. c. pag. 13) nicht sicher mit seinem echten Ellipsocephalus polytomus aus derselben Zone bei Borgholm identisch ist. So ist die Schale der Kopfschilder ganz bedeckt mit feinen eingedrückten Punkten, und zeigen sich am Vorderrande einige mit demselben parallel laufende Streifen, während die Borgholmer Exemplare dem letztgenannten Autor zufolge keinerlei Schalensculptur erkennen lassen. Dem entsprechend ist nun auch das vorgezeige Geschiebe den Handstücken aus der Oelandicus-Zone, welche Herr Dames bei Stora Frö gesammelt hat, zum Verwechseln ähnlich. Für das äquivalente Gestein bei Borgholm ist seiner mürben Beschaffenheit wegen anzunehmen, dass ein Transport auf weite Entfernungen weniger leicht stattgefunden hat. 2. Einige Stückchen eines Gerölles von cambrischem glaukonithaltigem Kalkconglomerat aus dem Diluvialgrand zu Eberswalde.