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Über Nicolaus Stenon

Websky

Kurzfassung

Der Vorsitzende legte den, auch an die deutschen Geologen gerichteten Aufruf des Professor Capellini in Bologna vor, zu der Restauration des Grabsteins von Nicolaus Stenon in Florenz ein auf den Satz einer Lira festgesetztes Schärflein beizutragen, und theilte mit, dass dieser Aufruf seine unmittelbare Veranlassung in einem Vorschlage habe, der bei Gelegenheit des internationalen Geologen-Congresses in Bologna aufgetaucht ist, indem man Veranlassung fand, auf die ersten Anfänge geologischer Arbeiten im Sinne der Gegenwart zurückzugen und dieselben in der berühmten, 1669 in Florenz erschienenen Dissertation Stenon's "De solido intra solidum naturaliter contento" erkannte. Nicolaus Stenon ist am 1. Jan. 1631 (alias den 10. Jan. 1836) in Kopenhagen geboren, stammt aus einer dänischen Familie (wahrscheinlich Steen), studirte daselbst Medicin und blieb nach umfangreichen Reisen in Holland, Frankreich und Deutschland in Padua, woselbst er eine academische Stellung einnahm. Von hier aus 1667 als Leibarzt des Grossherzogs Ferdinand II. nach Florenz berufen, widmete er sich nebenbei anderen wissenschaftlichen Studien und hier entstand die oben genannte Dissertation. Den Ausgang bildete eine anatomische Untersuchung der in dem benachbarten Tertiär häufig vorkommenden Fossilreste, besonders der Haifisch-Zähne, die er im inneren Bau vollkommen übereinstimmend mit den Zähnen des im Mittelmeer lebenden Hai's fand, so dass er mit voller Ueberzeugung aussprach, dass diese Fossilreste wirklich die Ueberbleibsel einer untergegangenen Fauna seien.