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Beiträge zur Kenntniss des Granulits.

Dathe, Ernst

Kurzfassung

1. Die Granulite des ostbayerischen Waldgebirges. Die Granulite, mit welcher sich nachfolgende Beschreibung befasst, sind zum Theil von mir gelegentlich einer vierwöchentlichen Studienreise in dem durch C. W. Gümbel's Beschreibung classisch gewordenen ostbayerischen Grenzgebirge, das ich von Tirschenreuth im Norden bis zur Donau im Süden im Jahre 1876 kreuz und quer durchwanderte, gesammelt worden. Einen anderen Theil des Materials verdanke ich der Güte des Herrn Oberbergdirector C. W. Gümbel, welcher mir nicht nur von dem zur chemischen Analyse verwandten Handstücken, sondern auch von zahlreichen anderen Fundpunkten Proben bereitwilligst und reichlich übersenden liess, sodass mir Granulite aus allen Verbreitungsgebieten des ostbayerischen Waldgebirges bei der Untersuchung zur Verfügung standen. Ich fühle mich daher verpflichtet, dem Herrn Oberbergdirector C. W. Gümbel an dieser Stelle für diese Liberalität meinen ergebenen Dank abzustatten. Die makroskopische Beschaffenheit der Granulite ist von C. W. Gümbel in dem so unschätzbaren Werke so trefflich und prägnant beschrieben worden, dass es unmöglich ist, in dieser Beziehung etwas wesentlich Neues hinzufügen. Zum Verständniss der folgenden Untersuchungen dürfte indess die Hervorhebung der wichtigsten Resultate Gümbel's unbedingt nothwendig sein. Er definirt den Granulit als eine Gesteinsgruppe, die mit Granit und Gneiss verwandt sei und sich durch eine feinkörnige, aus Feldspath und Quarz gemengten Grundmasse und eine reichliche Einmengung von Granat oder Schörl auszeichne.