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Bemerkungen über die Lagerungsverhältnisse der metamorphischen Gesteine in Attika.

Nasse, R.

Kurzfassung

Die Frage, ob der Kalk, aus welchem die Kuppe des Lykabettos, der Panakota-Felsen, das Froschmaul, die Akropolis, der Areopag und der Museion-Hügel bei Athen bestehen, und welcher offenbar ehemals eine mit dem breiten Kalkrücken der Turko Vuni zusammenhängende Decke bildete, den darunter liegenden, bald mehr, bald minder metamorphischen Schieferschichten discordant, wie Herr Bücking (diese Zeitschr. Bd. XXXIII. pag. 118 ff.) behauptet, oder, wie die Herren Bittner und Neumayr in den "Geologischen Studien in den Küstenländern des Griechischen Archipels" annehmen und es namentlich von Herrn Neumayr der betreffenden Abhandlung des Herrn Bücking gegenüber (diese Zeitschr. Bd. XXXIII. pag. 454 ff.) noch weiter ausgeführt wird, concordant aufgelagert ist, diese Frage hat mich während meines Aufenthaltes zu Athen im Winter 1871-1872 lebhaft beschäftigt. Um bezüglich dieser Frage Klarheit zu erlangen, suchte ich über Streichen und Fallen der Schichten in der Umgebung von Athen möglichst zahlreiche Notizen zu sammeln und dieselben kartographisch darzustellen. Die einzige zu diesem Zweck benutzbare Karte war damals die in "E. Curtius, Sieben Karten zur Topographie von Athen, Gotha 1868" enthaltene Terrainkarte von Athen im Maassstab 1:20000, mit Horizontalen in senkrechten Entferungen von 25 Pariser Fuss, welche allerdings nur ein sehr geringes Gebiet umfasst. Die betreffenden Beobachtungen über Streichen und Fallen der Schichten sind auf der auf Tafel VIII. für den gedachten Zweck gezeichneten Copie jenes Kärtchens, auf welcher jedoch die Horizontalen nur in den Abständen von je 100 Pariser Fuss angegeben sind, aufgetragen.