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Über das Vorkommen devonischer Albit-haltiger Eruptivgesteine in dem Gebiete der Elbingeroder Mulde im Harze:

Lossen, K. A.

Kurzfassung

vollkrystallinische feinkörnige, meist aber porphyrische Gesteine mit dichter oder nicht ganz dichter Grundmasse, worin bald sehr spärliche, bald reichliche und dann auch oft sehr zahlreiche Einsprenglinge einfacher oder nach dem Karlsbader Zwillingsgesetz getheilter Feldspathkrystalle liegen, die nach mikroskopischem und chemischem Ausweise Mikroperthit sind. Die sehr alkalireichen Gesteine, die in einer früheren Mittheilung andeutungsweise Syenit- oder Orthoklasporphyr genannt worden waren, zeigen nach fünf quantitativen Analysen einen Alkali-Feldspath-Gehalt, der von 73,75, bis zu 92,20 Procent schwankt, darunter 62,34 Kalifeldspath neben 25,46 Natronfeldspath bei einem spec. Gew. des Gesteins von 2,58, sowie 20,00 Kalifeldspath neben 72,20 Natronfeldspath und einem spec. Gew. des Gesteins von 2,617 als Maximal- und Minimalzahlen für die beiden Feldspäthe. Die Structur der Feldspäthe stimmt, worauf Herr Rosenbusch den Vortragenden aufmerksam machte, mit der der Orthoklas-Plagioklas-Verwachsungen in den Eläolith-Syeniten überein, womit auch das Vorkommen einer stark lichtabsorbirenden im Maximum der Färbung dunkelentenblau gefärbten, also dem natronhaltigen Glaukophan und Arferdsonit verwandten Hornblende in einem der Gesteine harmonirt. Nephelin dagegen ist, wie wiederholte von Rosenbusch selbst ausgeführte Aetzungs- und Fuchsinfärbungsversuche lehren, völlig abwesend. Der Vortragende wies zum Schluss auf die interessante Parallele hin, welche solche an Natronthonerdetrisilicat-reiche Orthoklas-haltige Gesteine zu den Eläolithsyeniten und Phonolithen darstellen, und betonte die Zusammengehörigkeit der Albit- und der Orthoklasgesteine, welche zeigt, wie künstlich eine von der chemischen Durchschnittszusammensetzung und der geologischen Rolle der Erstarrungsgesteine abstrahlende Eintheilung in Orthoklasgesteine und Plagioklasgesteine schlechthin ist.