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Die Erzgänge von Innai.

Rösing

Kurzfassung

Die Silbererzgänge von Innai (Akita ken, Nord-Japan) sind in mannigfacher Beziehung interessant, und ich hoffe demnächst eingehendere Mittheilungen über dieselben veröffentlichen zu können. Für jetzt will ich mich darauf beschränken, einen kurzen vorläufigen Bericht über die Gangausfüllung zu geben. Die Gänge setzen auf in tertiären Tuffen und bilden ein System im Wesentlichen paralleler Erzgänge, welche ostwestlich streichen und im Allgemeinen sehr steil, etwa 70° nördlich einfallen; auch saigeres, sowie widersinniges Fallen kommt vor. Die Mächtichkeit schwankt in weiten Grenzen und erreicht mehrere Meter, lässt sich im Einzelnen aber kaum mit Sicherheit feststellen, weil Salbänder nicht vorhanden sind und das Nebengestein stark durchtrümert zu sein pflegt. Die Ausfüllungsmasse besteht, abgesehen von mehr oder weniger verändertem Nebengestein im Wesentlichen aus Quarz und Kalkspath, und zwar hat man beobachtet, dass, wo die Gänge sehr mächtig werden, der Kalkspath überhand nimmt und die Erzführung aufhört, während die edlen und quarzigen Partieen weniger mächtig sind. Das Silber findet sich hauptsächlich als Sulfid, stellenweise auch in Form von Sulfantimoniten (Sprödglaserz und dunkles Rothgültigerz). Das Sprödglaserz tritt oft in Krystallen auf, welche meist die Formen OP, P, P, P, 2P in flach tafelförmiger Ausbildung zeigen; auch Zwillinge kommen vor. Rothgültigerz scheint noch nicht krystallisirt gefunden worden zu sein.