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Ueber den Bergsturz von Elm.

Heim, Albert

Kurzfassung

Seitdem ich meinen Aufsatz über den Bergsturz von Elm, der in dem ersten Heft dieser Zeitschrift von 1882 abgedruckt ist, geschrieben habe, hat mir ein noch mehrmaliger Besuch der Localität Gelegenheit zu einigen ergänzenden und berichtigenden Beobachtungen gegeben. Ausserdem haben die Herren Lehrer Wyss und Pfarrer Mohr in Elm noch eine Reihe sehr interessanter Thatsachen gesammelt, welche ich als werthvolle Ergänzungen gern hier beifügen möchte. a. Die Ausbruchsnische hat sich mehr und mehr von dem kleinen anhängenden Schutte gereinigt, so dass der Verlauf der Schichtung bei guter Beleuchtung jetzt viel deutlicher wie früher von Weitem auch da zu beobachten ist, wo kein Mensch hinklettern kann. Der Nummulitenkalk des Gelben Kopfes streicht nicht, wie ich in meinem Aufsatze pag. 102 (Heft 1. 1882 dieser Zeitschr.) dachte, in den oberen Rand der Ausbruchsnische, sondern er zieht sich etwas tiefer fast gegen die mittlere Höhe der Ausbruchsnische hinein, während am oberen Rande eine zweite Nummulitenbank folgt, wie dies nach den Aufschlüssen in der Tschingelschlucht schon Fig. 4. Taf. IV. von mir sich angedeutet findet. Immerhin gehören die sämmtlichen Nummulitenkalke nur der oberen Hälfte und die Mehrzahl dem obersten Rande des Abrissgebietes an. Ferner habe ich pag. 103 ganz oben erwähnt, dass ich trotz vielen Suchens im unteren Theile des Schuttstromes keine Nummulitenblöcke gefunden habe. Auch dies ist zu modificiren, indem ich seither in der Gegend des Müsli unter vielen Tausenden von Schieferblöcken einige zum Theil grossglaukolithische Nummulitenkalkblöcke gefunden habe und einige solche durch das Aufräumen von Schutt zerstörter Häuser und die Vollendung der neuen Strasse im Müsligebiet zum Vorschein gekommen sind.