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Mikroskopische Untersuchungen über psammitische Gesteine.

Klemm, Gustav

Kurzfassung

Schon bei makroskopischer Betrachtung der psammitischen Gesteine erkennt man, dass sie aus variablen Mengen eckiger oder gerundeter Fragmente verschiedener Mineralien und aus einer dichten Masse, welche jene an sich zusammenhangslosen Elemente zu einem Gesteine verbindet, dem Cäment, bestehen. Aber sowohl die charakteristischen Eigenthümlichkeiten der klastischen Elemente als auch die Structur und die mineralogische Zusammensetzung des Cämentes können in den meisten Fällen erst mit Hülfe des Mikroskops erkannt werden. Es soll nun im Folgenden versucht werden, die Resultate darzulegen, welche die mikroskopische Untersuchung von ca. 150 psammitischen Gesteinen ergab. Das Material zu seiner Arbeit verdankt der Verfasser theils dem mineralogischen Museum der Universität Leipzig, theils den geologischen Landesanstalten Sachsens und Bayerns, theils sammelte er es selbst, oder er erhielt von verschiedenen Seiten Gesteine oder Dünnschliffe zur Untersuchung freundlichst überlassen. Allen denen, welche sein Vorhaben in einer dieser Weisen unterstützten, fühlt sich der Verfasser gedrungen, hier seinen aufrichtigen Dank auszusprechen, vor Allen seinen hochverehrten Lehrern, den Herren Zirkel und Credner in Leipzig.