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Skelettheile der Gattung Lestodon Gervais

Dames

Kurzfassung

Dieselben stammen aus Uruguay und bestehen aus einem Oberkieferfragment, einer Unterkieferhälfte, je einem Brust-, Lenden- und Schwanzwirbel, einem Femur, einem Beckentheil mit dem Acetabulum und einer Patella. Zusammen mit ihnen fanden sich eine Scapula, ein Femur und ein Rippenfragment von Toxodon. - Die Gattung Lestodon wurde durch Gervais von Mylodon daraufhin abgezweigt, dass im Ober- und im Unterkiefer der vorderste Zahn durch ein weites Diastema von den übrigen getrennt ist und eine mehr Caninenähnliche Form annimmt. Die ersten Reste wurden von Gervais im Castelnau'schen Reisewerke als Lestodon armatus beschrieben, und weitere, später gefundene im 9. Bande der Mémoires de la société géologique de France (1871-1873) unter derselben Artbezeichnung aufgeführt. Im Jahre 1875 veröffentlichte dann J. Reinhardt eine Abhandlung über denselben Gegenstand, welche wichtige Ergänzungen zur Kenntniss einzelner Skelettheile enthält, und zuletzt wurden die in Pariser Sammlungen befindlichen Stücke von Gervais und Ameghino auf 8 Arten vertheilt, welche allerdings noch einer genaueren Beschreibung und Begründung harren. Das sind diejenigen Abhandlungen, welche das Wesentlichste über Lestodon enthalten, und es ist noch hinzuzufügen, dass Burmeister wiederholt und bis in die neueste Zeit hinein die Zulässigkeit der Aufstellung einer besonderen Gattung für Lestodon bestreitet und die von anderen Autoren ihr zugerechneten Arten mit Mylodon verbindet.