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Über paläozoische Versteigerungen von Spitzbergen

Kayser, Emanuel

Kurzfassung

Dieselben stammten theils aus dem Museum von Tromsö, theils wurden sie von Herrn Nathorst auf der letzten schwedischen Expedition nach Spitzbergen (im Sommer 1882) gesammelt. Sie entstammen der dortigen Lief de bay-Bildung, welche, da sieden Kohlenkalk und auch die von Heer zum Culm gestellte sog. Ursastufe unterlagert, wahrscheinlich von devonischem Alter ist. Ausser Estherien und schlecht erhaltenen Fischresten sind in der genannten Bildung bisher nur Lamellibranchiaten gefunden worden, unter welchen namentlich eine sehr dickrippige Aviculacee häufig ist. Der Vortragende wagte nicht, auf Grund dieser ihm allein vorliegenden, ziemlich schlecht erhaltenen Zweischaler eine bestimmtere Meinung über das Alter der betreffenden Schichten zu äussern. Derselbe Redner sprach sodann über gewisse in den Goniatitenschiefern von Büdesheim in der Eifel und anderweitig vorkommende Aptychus-ähnliche, meist zweitheilige, ursprünglich offenbar hornige Reste. H. Woodward hat unlängst im Geological Magazine diese Büdesheimer, sowie andere ähnliche Formen unter den Namen Aptychopsis, Cardiopsis etc. als Phyllopodenschilder beschrieben. Der Vortragende hob hervor, dass diese bei uns schon lange bekannten Reste bisher von den deutschen Geologen nach Vorgang des Grafen Keyserling, der sie 1846 aus den Domanikschiefern des Petschoralandes beschrieben, stets als Goniatiten-Operkel betrachtet worden seien, und dass nach seiner Ansicht auch kein zwingender Grund vorliege, jene Auffassung aufzugeben.