Original paper

Ueber das Herkommen der Geschiebe von Macrouruskalk und über einige Bornholmer Geschiebe.

Remelé, A.

Kurzfassung

Zu den von mir unterschiedenen untersilurischen Diluvialgeröllen gehört u.a. ein in der Mark Brandenburg und benachbarten Gegenden sehr verbreiteter petrefactenreicher, mergeliger Kalkstein mit verschiedenen Chasmops-Arten, namentlich Ch. macrourus Sjögren, ferner Orthis Assmussi Vern., Lituites Danckelmanni m., Dianulites - Resten etc., für den ich in der "Festschrift f. d. 50jährige Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde" pag. 207 den Namen "Macrouruskalk" vorgeschlagen habe. Bezüglich des Heimathsgebietes dieses Gesteins konnte bisher nichts weiter gesagt werden, als dass es im Norden bloss in losen Schuttmassen und freiliegenden Blöcken auf Oeland (nach Fr. Schmidt auch auf der Insel Gotland) bekannt war. In neuerer Zeit ist dasselbe nun in Schweden auch anstehend nachgewiesen worden, nämlich von Linnarsson in Ostgothland bei Ulfasa am Südufer des Boren-See's, sodann auf Oeland an zwei Punkten der Ostküste im südlichen Theile der Insel: durch v. Schmalensee bei Skärlöf und durch G. Holms bei Hulterstad. Ausserdem scheint es mir jetzt keinem Zweifel zu unterliegen, dass ebendieselbe, der oberen Jewe'schen oder Kegel'schen Schicht in Ehstland entsprechende Ablagerung gleichfalls in Dalekarlien vertreten ist, und zwar in einem grauen oder graugrünen Mergelschief er, welcher bei Kargärde und Fjecka zu Tage tritt und von Törnqvist als unterstes Glied des Trinucleusschiefers angesehen worden ist; Linnarsson und Törnqvist haben daraus übereinstimmend Chasmops macrourus angegeben. Sodann möchte ich einige Worte hier anreihen über Geschiebe von Bornholm, die Herr Oberförster-Candidat Von Alten bei einem Besuche dieser Insel im Spätsommer vorigen Jahres gesammelt und mir übergeben hat. Bei ihrer Durchsicht ist mir sofort die Uebereinstimmung vieler derselben mit märkischen Diluvialgeröllen aufgefallen, so dass hierdurch Bornholm gewissermaassen als eine Station auf dem Wege gekennzeichnet wird, welchen das diluviale Material von Schweden nach unsern Gegenden hin verfolgt hat.