Original paper

Ueber Clymenien bei Bicken.

Koenen, Adolf

Kurzfassung

Schon vor ca. 10 Jahren hatte ich bei Bicken bei Herborn ein tadelloses Exemplar von Clymenia subnautilina Sandb. gefunden und zwar in den bräunlichen Nierenkalken, welche in dem betreffenden, östlichsten Steinbruche zwischen Bicken und Offenbach über den schwärzlichen Kalken resp. Schiefern mit Kalkgeoden mit Goniatites intumescens etc. liegen. Seitdem hatte ich aber diese Kramenzelkalke nicht wieder zugänglich gefunden, bis zu Pfingsten vorigen Jahres, wo grössere Blöcke des Gesteins in den Steinbruch hinabgefallen waren und zugleich angefangene Abraum-Arbeiten das anstehende Gestein selbst zugänglich machten. Ich fand nun noch mehrere Exemplare von Clymenia subnautilina, ferner C. striata, Lunulicardia etc., und überzeugte mich, dass diese Fossilien in Menge vorhanden, aber schwer zu erhalten sind, weil sie auf den Schichtungsflächen liegen und weil diese weit weniger deutlich sind als die transversale Schieferung. In dem Einschnitte, welcher zu dem Steinbruche führt, sah ich ferner auch die von Südwesten nach Nordosten streichende Verwerfung aufgeschlossen, durch welche neben die erwähnten Oberdevon-Schichten die besonders an Trilobiten reichen Hercyn-Kalke und -Schiefer gelegt werden, die Kayser in seiner Arbeit über die Fauna der ältesten Devon-Ablagerungen des Harzes zum Theil mit beschrieben hat. Erwähnen möchte ich auch, dass im Fortstreichen dieselben Schichten ca. 1 klm südlich von Bailersbach am Waldrande in kleinen Steinbrüchen aufgeschlossen sind und dort zahlreiche Phacops cf. fecundus, sowie Goniatiten enthalten.