Original paper

Über Goniopteris arguta Sternb. sp. aus den oberen und unteren Ottweiler Schichten des Saar-Rheingebietes.

Weiss

Kurzfassung

Aus den ersteren nämlich von Kohlengrube Augustus bei Breitenbach südlich St. Wendel sandte Herr Grebe eine Sammlung Abdrücke ein, worunter obige Art, während auch aus unteren Ottweiler Schichten von Griesborn bei Saarbrücken, Ensdorfer Schacht, aus dem Hangenden des Schwalbacher Flötzes sehr typische Exemplare von Herrn Bergreferendar Haas gesammelt wurden. Beide Fundorte dieser sehr charakteristischen Pflanze sind für das dortige Gebiet neu. In beiden Fällen sind die Fiederlappen gezähnt, nur etwas stärker in den Exemplaren von Griesborn, welche mit jenen vom Plauen'schen Grunde (bei Geinitz, Stk. Sachs.) und von Häute-Loire (bei Zeiller, terr. houill. de la France) übereinstimmen. Auch haben die von Griesborn längere Fiederlappen als die von der Augustusgrube. Nach Zeiller sind die Originale zu Brongniart's Pecopteris arguta ebenfalls gezähnt gewesen, so dass nur noch die Germar'sche Pecopteris elegans von Wettin von arguta verschieden erscheint, weil sie ungezähnt war. Die Seitennerven stehen übrigens bei allen citirten Stücken viel spitzwinkliger als bei Brongniart. - Die Verbreitung dieser Pflanze scheint überall in die obere Hälfte des Obercarbon zu fallen, sowohl in Deutschland, als Frankreich und den Vereinigten Staaten (Pennsylvanien), wenn man nicht mit den sächsischen Geologen neuerdings das Vorkommen im Plauen'schen Grunde sogar schon in's Rothliegende versetzt, wogegen manche andere Gründe sprechen.