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Die Stegocephalen aus dem Rothliegenden des Plauen'schen Grundes bei Dresden.

Credner, Hermann

Kurzfassung

Bemerkungen zu Branchiosaurus gracilis. Nachdem ich schon in den Berichten der naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig am 7. Januar 1881 Nachricht über den Fund einer reichen Stegocephalen-Fauna im Kalksteine des mittleren Rothliegenden von Niederhässlich im Plauenschen Grunde bei Dresden gegeben und gleichzeitig eine eingehende Beschreibung derselben in dieser Zeitschrift der deutschen geologischen Gesellschaft in nahe Aussicht gestellt hatte, - nachdem von dieser monographischen Arbeit bereits im Jahre 1881 die beiden ersten Hefte mit 7 Doppeltafeln, enthaltend die Darstellung von Branchiosaurus gracilis und von Branchiosaurus amblystomus, ferner eine vorläufige Notiz über Melanerpeton spiniceps und Melanerpeton latirostre veröffentlicht waren, erschien, nach einer vom 13. Februar 1882 datirten Ankündigung, im Sommer 1882, fast zugleich mit dem III. Hefte meiner Arbeit, welche Pelosaurus laticeps, Archegosaurus Decheni und Archegosaurus latirostris behandelte, das Werk von H. B. Geinitz und J. V. Deichmüller, "Über die Saurier der unteren Dyas im Dresdener Museum", Palaeontogr. 1882. I. (zugleich unter dem Titel: Nachträge zur Dyas II., Cassel u. Berlin 1882). Wie vorauszusehen, hat diese vor Abschluss der bereits in Publication begriffenen Monographie veranstaltete zweite Beschreibung der gleichen Fauna in manchen Fällen verwirrend in die Nomenclatur eingegriffen. Ich werde mehrfach Gelegenheit haben, auf derartige Differenzen hinzuweisen und dieselben möglichst auszugleichen. Vorläufig aber bin ich gezwungen, Folgendes zu erörtern: Dem sächsischen Branchiosaurus gracilis CRD. habe ich in dieser Zeitschrift 1881. pag. 303-330. Taf. XV-XVIII. eine eingehende Beschreibung gewidmet. Von Geinitz und Deichmüller wird derselbe trotzdem als Branchiosaurus petrolei Gaudry sp. vorgeführt, weil diesem Namen die Priorität gebühre.