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Geognostische Beschreibung des Krähbergtuunels.

Tecklenburg

Kurzfassung

Vom Grossherzoglich Hessischen Ministerium des Innern und der Justiz wurde mir auf Veranlassung des Vorsitzenden der oberen Bergbehörde, des Herrn Ministerialraths Dr. Jaup, der Auftrag, den Krähbergtunnel auf der Odenwaldbahn Erbach-Eberbach während seines Baues wiederholt von Darmstadt aus zu besuchen, die geologischen Verhältnisse desselben zu studiren und später zu veröffentlichen, sowie eine Sammlung der betreffenden Gesteinsarten zusammenzustellen. Durch das ungemein bereitwillige, hülfreiche Entgegenkommen der Direction der hessischen Ludwigsbahn, welche jenen Tunnel ausführen liess, und der dabei beschäftigten Ingenieure und Aufseher, sowie des Bauunternehmers und dessen Beamten wurde mir es möglich, eine ziemlich reiche Sammlung zusammenzubringen und Notizen über das Verhalten der einzelnen Gesteine, das Streichen und Fallen, die Structur der Schichten, die Wasserzuflüsse und dergleichen zu sammeln und der Wissenschaft und Praxis zu erhalten. Insbesondere muss ich erwähnen, dass mir die von dem technischen Decernenten der Direction der hessischen Ludwigsbahn angeordnete und von den bauleitenden Beamten, Herrn Ingenieur Kraus und dessen Assistenten Herrn Ingenieur Schilling, ausgeführten Aufnahmen der Schichtenfolgen bereitwilligst zur Verfügung gestellt worden sind, so dass dieselben der vorliegenden Arbeit zu Grunde gelegt werden konnten.