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Ueber Porphyrgesteine des südöstlichen China.

Kollbeck, Friedrich

Kurzfassung

Unter den Gegenden, wo porphyrische Gesteine eine aussergewöhnliche Verbreitung haben, nimmt, wie F. v. Richthofen einer brieflichen Mittheilung über das Schichtgebirge am unteren Yang-tsze-kiang an F. v. Hauer berichtet, das Küstenland des südöstlichen China eine hervorragende Stellung ein. Sie setzen, mit Ausnahme einiger Granitberge, den Chusan-Archipel und die ganze Gegend von Ning-po im Wesentlichen zusammen und scheinen einen wichtigen Antheil am Bau der gesammten Küste von hier bis Hongkong zu haben. Nach mündlicher Mittheilung von Herrn v. Richthofen sind die geologischen Verhältnisse für eine sichere Bestimmung des Zeitalters der porphyrischen Ausbrüche in diesem Theil von China nicht günstig. Doch ist dasselbe jedenfalls nicht älter als die productive Steinkohlenformation und dürfte am wahrscheinlichsten ungefähr mit dem Ende der paläozoischen Zeit zusammenfallen. Der oben erwähnte Granit, der in Gemeinschaft mit den Porphyren einen Hauptbestandteil in der Zusammensetzung der vielbuchtigen Ostküste China's von Ning-po bis Hongkong in einer Erstreckung von 700 miles bildet, ist nach v. Richthofen's Angaben älter als der Por- phyr, aber nicht archäisch. Er wurde erst nach der Abla- gerung gewisser Schichten des Schichtgebirges am Yang-tsze eruptiv. Im nördlichen China hingegen hat archäischer Granit eine weite Verbreitung. Die Vorkommnisse dieses mächtigen Porphyrgebietes sind einer Untersuchung bisher noch nicht unterzogen worden; sie soll im Folgenden versucht werden, wobei die Reihenfolge naturgemäss eine derartige sein wird, dass an die Beschreibung der Porphyre sich eine solche der Breccien und Tuffe knüpft.