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Beiträge zur Kenntniss der Einschlüsse in den Basalten mit besonderer Berücksichtigung der Olivinfels-Einschlüsse.

Bleibtreu, Karl

Kurzfassung

Bei der Untersuchung der Basalte nehmen die sporadisch in ihren vorkommenden, von ihrer primären Lagerstätte losgerissenen Bruchstücke fremdartiger Gesteine in hohem Grade unsere Aufmerksamkeit in Anspruch. Einmal bringen dieselben uns Kenntniss von denjenigen Theilen der festen Erdrinde, welche das eruptive Gestein durchbrochen hat; sodann aber erregen die Umwandlungen, welche solche Einschlüsse durch die Einwirkung des Magmas erlitten haben, unser Interesse, weil sie uns zeigen, wie überhaupt ein gluthflüssiges Magma metamorphosirend auf feste Gesteine einwirken konnte, und weil wir aus jenen Contactmetamorphosen auch auf die Beschaffenheit des Magmas zur Zeit der Eruption zurückschliessen können. Bei der grossen Wichtigkeit, welche somit derartige Gesteinsbruchstücke für die Beurtheilung der Entstehungsgeschichte der Basalte haben, müssen wir natürlich auf's Genaueste untersuchen, ob wir es bei den Einsprenglingen, auf welche wir unsere Schlüsse bauen wollen, wirklich mit Einschlüssen von praeexisterenden Gesteinen oder mit Ausscheidungen aus dem Magma selbst, mit sogen. Concretionen, zu thun haben. Bei einer grossen Anzahl von Einsprengungen lässt nun die petrographische Beschaffenheit keinen Zweifel darüber, dass sie Bruchstücke in der Tiefe anstehender Gesteine sind. Dahin hehören in den Basalten des Niederrheins vor Allem diejenigen Einschlüsse von Quarz, Quarzit, Sandstein, Thon, Thonschiefer, von granitischen und trachytischen Gesteinen, welche durch das Magma nicht schon zu tiefgreifende Veränderungen erlitten haben. Bei denjenigen Einsprengungen aber, die aus ähnlichen Mineralien zusammengesetzt sind, wie der Basalt, bei welchen dieser aber in anderem quantitativem Verhältniss zu einander stehen, bedarf es vor allen Dingen einer genauen mikroskopischen Untersuchung ihres Verhaltens dem basaltischen Magma gegenüber, um ihre Natur feststellen zu können.