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Über das Oligocän bei Buckow.

Zimmermann, Ernst H.

Kurzfassung

Auf einer geologischen Excursion, die Herr Dames im Juni dieses Jahres mit seinen Zuhörern nach Buckow unternahm fand derselbe einen neuen Aufschluss, welcher in's Besondere den Stettiner Sand in einer weit grösseren Ausdehnung und Mannichfaltigkeit entwickelt zeigte, als dies bisher, namentlich durch die Mittheilungen Küsel's bekannt geworden war. Bei der losen Beschaffenheit des Materials liess sich befürchten, dass der Aufschluss sich nicht lange in der gleichen Schönheit und Deutlichkeit erhalten würde, und Herr Dames forderte mich daher auf, denselben möglichst bald genau aufzunehmen. Dies that ich denn auch am 24. Juni. Das Resultat war Folgendes: Der etwa 100 Schritt lange Aufschluss befindet sich auf der Nordseite des von Oso. nach Wnw. in die Thongrube führenden Hohlweges; ich habe ihn hier mit 1 1/2 facher Ueberhöhung wiedergegeben. An der Mündung des Hohlweges in die Grube ist als Liegendes der gegen O. einfallenden Tertiärschichten Septarienthon (a) aufgeschlossen; seine Beschaffenheit ist schon mehrfach beschrieben worden, und ich habe nichts Neues beizufügen. Er wird bedeckt von einer Schicht Thoneisenstein (b), die nicht zusammenhängend ist, sondern aus einzelnen grösseren Knollen besteht. Dieselben sind im Innern grau, äusserst dicht, ohne Sprünge; aussen verwittern sie schalig ockerbraun; ich fand nur selten unbestimmbare Versteinerungen darin. Darüber folgen die auch schon von Küsel beschriebenen Schichten c (Glaukonitsand) und d (gelber, glimmerreicher, feinkörniger Sand). Die nächsten Schichten hat Küsel in anderer Reihenfolge, die dann folgenden gar nicht mehr beobachtet. Sie bestehen alle aus verschieden gefärbtem, mehr weniger thonigem und mehr oder weniger feinkörnigem Sand mit einzelnen Eisensteinbänken. Bei meinem allerdings nur einmaligen Besuch fand ich in keiner Schicht Versteinerungen. Die von mir beobachtete Reihenfolge der Schichten ist folgende:[...]