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Über eine Aufnahme des Anathales bei Eisenach

Halfar

Kurzfassung

Diese Aufnahme mit dem Compass unter Abschreitung der Längen erfolgte zur Entscheidung der Frage, ob man es, besonders bezüglich der letztgenannten, Jedermann mit Recht auffallenden Thalenge ansschliesslich mit einer Erosionserscheinung, oder mit noch anderen Ursachen der Thalbildung zu thun habe. Zu diesem Zwecke sind von dem Vortragenden alle Gesteinsspalten in besagter Schlucht und die meisten in dem Annathale unterhalb derselben sowie eine ungleich kürzere und in einer einzigen geraden Linie verlaufende, auch wohl "Drachenschlucht" genannte, zweite Thalenge weiter oberhalb in demselben Thale, unfern westnordwestlich von der "Hohen Sonne", thunlichst genau nach ihrer Richtung, ihrem Einfallen und sonstigem Verhalten aufgenommen worden. - Sowohl zur Erlangung richtiger Schlussfolgerungen aus einem grösseren Beobachtungsmateriale, als auch zum Vergleiche einer etwaigen Uebereinstimmung der an verschiedenen Stellen zu dem gleichen Zwecke gemachten Beobachtungen hat Redner auch noch die Gesteinsspalten in zwei gleichfalls in Schichten des Oberrothliegenden angelegten kleinen Steinbruchsversuchen im malerischen Marienthale, der nördlichen Fortsetzung des Annathales, aufgenommen, und zwar zwischen der Restauration "Phantasie" und dem Gasthause "Elisabethenhof", dicht östlich am schattigen Fusswege, der von ersterer nordwärts nach Eisenach führt. - Endlich waren von dein Vortragenden die Spaltenrichtungen etc. in den beiden grossen Steinbrüchen im Oberrothliegenden im Westen dieser Stadt festgestellt, worden. Letztere Brüche liegen südlich des ehemaligen. Georgenthores westlichen Fusse des Mädelsteins, nördlich vom Zeisiggrunde und östlich an der Chaussee und Bahnlinie von Eisenach Meiningen.