Original paper

Über Beobachtungen im oberen Haslithal

Hornstein

Kurzfassung

Derselbe hat an zahlreichen jener als Gletscherschliffe und sogen. Rundhöcker berühmten Stellen des genannten Thales Thatsachen beobachtet, auf welche er bei früheren Besuchen geachtet hatte, wie es anderen Besuchern auch ergfangen sein muss, welche Beobachtungen die Erzeugung der gerundeten und mehr oder weniger glatten Oberflächen durch Gletscher zweifelhaft erscheinen lassen müssen. Man bemerkt nämlich unter diesen Flächen eine gewisse schalige Absonderung Gesteinsmassen in der Art, dass die Absonderungsflächen annähernd den gerundeten Oberflächen parallel laufen und dass diese letzteren sich auch als Absonderungsflächen dadurch zu erkennen geben. Es ist wohl anzunehmen, dass vielfach die Flächen durch den Gletscher nachgeschliffen sind, ja sogar vielleicht, dass der Gletscher bei Vorhandensein von Quersprüngen Absonderungsscherben weggeschoben und mitfortgeführt hat, die Rundhöcker- und Muldenform aber und der häufig sehr gleichmässige Verlauf der Flächen, wonach dieselben oft den Eindruck geben, als wären sie mit einer Schablone modellirt, erscheinen an diesen Stellen als ursprüngliche, nicht vom Gletscher durch Abschleifen hervorgebrachte. Recht häfig sieht man unterhalb und oberhalb der Handeck bis weit hinauf solche in das Gestein zu verfolgende Absonderungsflächen streckenweise blosgelegt, indem Absonderungsscherben abgestürzt und weggeführt sind. Deutlich und scharf liegen die rauchen Bruchflächen da, und an solchen Stellen, wo die Wegführung eine jüngere ist, unterscheiden sich die mehr oder weniger glatten, neuen Oberflächen durch ihr frischeres Aussehen und die helle Färbung von den älteren, welche durch Flechtenbedeckung schwärzlich geworden sind.