Original paper

Ueber Ancistrodon Debey

Dames, W.

Kurzfassung

Der Name Ancistrodon tritt zuerst in F. Romer's Werk über Texas auf. In dem dort gegebenen Verzeichniss der Versteinerungen aus der Kreideformation von Neu-Braunfels findet sich (1. c. pag. 419) auch: "Ancistrodon sp. indet. Den vorstehenden Gattungsnamen schlägt Dr. Debey in Aachen für ein neues Haigeschlecht mit haken- oder krallenförmigen Zähnen, welche sich in den Kreideschichten von Aachen finden, vor. Zu eben dieser, noch nicht publicirten Gattung gehört, nach Vergleichung mit einem von Dr. Debey gefälligst mitgetheilten Exemplare von Aachen, die hier aufgeführte Art aus Texas. - Der 3''' lange, an der Basis fast 2''' breite Zahn ist von den Seiten zusammengedrückt, nach vorn hakenförmig gekrümmt und hat etwa die Form der Kralle eines kleinen Raubthieres, die gekrümmte Spitze ist jedoch am Ende stumpf und gerundet. Die Oberfläche ist glatt und glänzend. Ein einziges Exemplar von der Furt bei Neu-Braunfels." - Später giebt F. Romer eine Abbildung dieses Zahnes, den er hier mit den: "Dens parvus, curvatus, unguiformis, compressus, apice rotundatus" beschreibt. In den weiteren Bemerkungen hierzu findet sich derselbe Hinweis auf die Identität mit den bei Aachen gefundenen Zähnen, die Dr. Debey manuscriptlich Ancistrodon genannt habe, wie in seinem ersten Werk über Texas. Hervorzuheben ist daraus nur, dass er mit den Worten: "Die Form des Zahnes passt zu keiner der bekannten Squalidengattungen" Ancistrodon zu den Haien rechnet. - Dann enthält die Litteratur bis 1868 Nichts weiter über diese Zähne. In diesem Jahre erschien dann die von J. Bosquet veröffentlichte Liste der Mastrichter Kreide - Petrefachten und in dieser unter den Fischen auch "Incistrodon nov. sp. Debey."