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Ueber das metallische Eisen aus Grönland.

Steenstrup, K. J. V.; Lorenzen, Joh.

Kurzfassung

I. Ueber das Vorkommen von Nickel-haltigem Eisen im Basalt Nordgrönlands von Steenstrup. II. Chemische Untersuchung des metallischen Eisens aus Grönland von Lorenzen. (Kopenhagen 1882.) I. Seit Chladni die Pallasmasse für einen Meteoriten erklärte, hat man alles Eisen, welches auf oder unter der Erdoberfläche gefunden wurde und Nickel enthält, für Meteoreisen gehalten. Dies war auch mit demjenigen Eisen der Fall, welches Kapitän Ross bei den Eskimos der Melvillebucht fand. Als Nordenskiöld die Eisenmassen von Uifak (Ovifak) am Blaafjeld in Grönland entdeckte, und ein Nickelgehalt in ihnen nachgewiesen war, nahm er keinen Anstand, auch sie für Meteoreisen zu erklären, obwohl er zu gleicher Zeit sich überzeugte, dass Eisen gleicher Art in dem nahen Gestein enthalten ist. Bekannt ist seine Hypothese, das Eisen sei in der Miocänperiode in das noch flüssige Gestein gefallen. Herr Nauckhoff, welcher die im Jahre 1871 von der schwedischen Regierung abgesandte Expedition zur Heimführung der Eisenmasse als Geolog begleitete, sprach sich über ihren Ursprung nicht aus, weil man das Vorkommen Nickelhaltigen Eisens in terrestrischen Gesteinen nicht kannte. Durch die Art wie er die Resultate seiner Analysen deutete, trug er vielmehr zur Verwickelung der Frage bei, insofern er nämlich glaubte, in dem Basalt ausser metallischem Eisen auch Troilit und kugelige Partieen von Eukrit nachgewiesen zu haben, also Substanzen, die sicherlich charakteristisch für Meteoriten seien. Nordenskiöld billigte diese Deutung, und nahm nur an, der Meteoritenfall habe aus Eukrit mit Kugeln und Körnern metallischen Eisens bestanden. Diese Auffassung wurde auch von Wöhler, Daubree und Tschermak getheilt, wobei es immer das Entscheidende war, dass in keinem irdischen Gestein bischer Nickeleisen gefunden war. Auf Veranlassung von Herrn Johnstrup beauftragte mich die Regierung, die genannte schwedische Expedition zu begleiten, und ich gelangte zu dem Resultat, dass die Art und Weise, wie das Eisen in dem Basalt vorkommt, nur eine Deutung zulässt, die nämlich, dass es dem Basalt in derselben Art angehört, wie alle übrigen Gemengtheile, und dass die Blöcke Rollsteine sind.