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Ueber die geologische Schichtengliederung des Mokattam bei Cairo.

Schweinfurth, G.

Kurzfassung

Bemerkungen über die Karte. Das Gebirge bei Cairo ist im Laufe der letzten fünfzig Jahre von zahlreichen und hervorragenden Fachmännern in Augenschein genommen und hinsichtlich seiner fossilen Einschlüsse ausgebeutet worden; allein die Kürze ihres Besuches und mangelnde topographische und hypsometrische Vorarbeiten gestatteten es ihnen nicht, ein klares Bild von der Schichtenfolge, sowie deren räumlichen Ausdehnung zu geben oder die vertikale Verbreitung der organischen Reste endgiltig festzustellen. Eine systematische Ausbeutung der Mokattamschichten auf deren Petrefacteneinschlüsse, die ich im Laufe des letzten Winters für das Kön. Mineralogische Museum zu Berlin veranstaltet, war von dem Bestreben geleitet diesem Mangel, in provisorischer Weise wenigstens, abzuhelfen. Zu dem Zwecke lag es mir ob, vor Allem eine topographische Grundlage für meine Nachforschungen zu gewinnen und mir die nöthigen Höhenangaben zu verschaffen, an deren Hand ich eine annähernd richtige Vorstellung von dem geologischen Aufbau dieses Gebirges zu erlangen vermochte. Bei der grossen Anzahl der in allen Museen Europas vorhandenen Mokattam-Petrefacten wird meine umfangreiche Sammlung verhältnissmässig wenig neue Funde aufzuweisen haben; ich war indess bemüht, denselben durch sorgfältige Angaben über das Vorkommen, die ich den einzelnen Fundstücken beifügte, einen erhöhten Werth zu ertheilen. Zu dem Ende bezeichnete ich die Fundstellen mit römischen Ziffern und wählte zur Bezeichnung der durch identische Petrefacten charakterisirten Schichten Buchstaben. Diese Doppelangaben über das Vorkommen der einzelnen Fundstücke werden den Fachmann in der Stand setzen, sich mit Hilfe meiner Karte und den beigefügten Profilen das geologische Bild vom Mokattam im Geiste selbständig zu gestalten und zur Controlle der relativen Richtigkeit meiner Annahmen dienen.