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Beitrag zur Kenntniss der Schildkröten des deutschen Wealden.

Grabbe, A.

Kurzfassung

Schildkröten sind in der deutschen Wealdenformation bisher nur in den Hastingssandsteinbrüchen auf dein Kamme des Bückeberges und am nördlichen Abhänge desselben in den Schieferthonen des Mittleren Wealden gefunden worden. Allerdings theilt G. A. Maack in seiner grösseren Arbeit über "Die bis jetzt bekannten fossilen Schildkröten" (Palaeontographica, Band XVIII.) mit, dass angeblich auch in Borgloh bei Osnabrück undeutliche Bruchstücke von Schildkrötenschalen gefunden seien, doch ist über dieses Vorkommen nichts Sicheres bekannt geworden. Der Bückeberg ist dem jurassischen Wesergebirge vorgelagert und erstreckt sich von dem Dorfe Beekedorf, wo er von dem bei dem Bade Nenndorf endenden nordwestlichen Ausläufer des Deisters durch das Thal der Aue getrennt wird, bis zum Bade Eilsen bei Bückeburg; derselbe hat zunächst bis in die Gegend des Dorfes Altenhagen eine südsüdwestliche Richtung, biegt dann aber nach Westen um und steigt bis zu 330 Meter an. Die weitere westliche Fortsetzung desselben bilden der Harrl zwischen Bad Eilsen und Bückeburg und die Höhen des Weinberges und der Klus zwischen Bückeburg und Minden. Der Bückeberg bildet mit diesen letzteren Hügeln den südlichen Flügel der Schaumburg-Lippe'schen Wealdenmulde. Derselbe ist aus Schichten des Wealden und Purbeck zusammengesetzt; der Kamm wird von den Bänken des Wealden- oder Hastingssandsteins gebildet, während man die unter diesem folgenden Schichten der Unteren Wealdenschiefer, des Serpulits und der Mündermergel, nach einander antrifft, wenn man vom Kamme an dem südlichen steilen Abhänge niedersteigt. Der Nordabhang fällt ganz allmählich ab, da hier die Schichten mit nur 4-7 Grad nach Norden und dem Innern der Mulde einfallen.