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Zur Gliederung des Buntsandsteins im Odenwalde.

Eck, H.

Kurzfassung

Im Jahre 1875 wurden von dem Verfasser in den Buntsandsteinbildungen des Schwarzwaldes drei den in Mittel- und Norddeutschland unterschiedenen Abtheilungen entsprechende Schichtengruppen erkannt und als unterer, mittlerer und oberer Buntsandstein bezeichnet. Seitdem hat auch in dem Buntsandstein des Odenwaldes Herr Benecke in der mit Cohen gemeinsam herausgegebenen Beschreibung der Umgegend von Heidelberg drei gleichbenannte Stufen von einander getrennt: eine untere sandig-thonige, bunte, hier beträchtlich anschwellende, eine mittlere sandige, rothe und eine obere thonige, rothe. Als unterer Buntsandstein wurden an der Basis des Schichtsystems gelegene, bald fein-, bald grobkörnige, aus stets runden Quarzkörnern bestehende, theils weisse, theils blassrothe oder rothe, vielfach braungefleckte Sandsteine aufgeführt, deren Bindemittel bald durch ein Häutchen einer Manganverbindung, bald durch Thon oder Kaolin gebildet wird, und zwischen welche bis 1 m mächtige Thonschichten eingelagert sind. Ihnen wurden beispielsweise die Sandsteine in den Steinbrüchen unterhalb der Molkenkur bei Heidelberg zugerechnet. Dem mittleren Buntsandstein wurden die darüber folgenden etwas groben, besonders in ihren oberen Schichten krystallinischen oder facettirten, rothen, dickbänkigen Sandsteine zugewiesen, welche an der Grenze gegen die obere Abtheilung Kieselgerölle führen und ihren Abschluss in den weissen, am Schreckberge unweit Neckarelz aufgeschlossenen Sandsteinen finden sollten, in denen ein Schädel und Knochen von Labyrinthodonten aufgefunden, und die als Aequivalent des anderweitig unterschiedenen Chirotheriumsandsteins betrachtet wurden. Diesen weissen Sandsteinen wurden violette mit Dolomitpartieen von Nussloch und die Reste einer Carneolschicht auf der Höhe des Geisbergs parallel gestellt. Die Grenzschichten zwischen unterem und mittlerem Buntsandstein seien in dem Steinbrach an der Strasse oberhalb der Molkenkur entblösst.