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Ueber die Diluvialbildungen bei Bukowna am Dnjestr.

Uhlig, Victor

Kurzfassung

Einige Bemerkungen in einer kürzlich in dieser Zeitschrift (1884, pag. 66, 67) erschienenen Abhandlung von Herrn Emil Von Dunikowski nöthigen mich, die bei einem Ausflug im Sommer 1881 in der Gegend von Bukowna am Dnjestr gemachten Beobachtungen über das dortige Diluvium hier mitzutheilen. Bei der betreffenden Excursion, bei welcher ich mich der Begleitung des Herrn L. Teisseyre aus Tarnopol zu erfreuen hatte, war es mir übrigens hauptsächlich um die merkwürdigen podolischen Jurabildungen zu thun, die gerade bei Bukowna sehr fossilreich sind und gute Aufschlüsse darbieten. Der Dnjestr fliesst bei Bukowna (bei Nizniow) am Grunde eines ziemlich schmalen Thalbodens, welcher beiderseits von hohen und steilen Gehängen eingeschlossen wird, die der Gegend einen eigenthümlichen landschaftlichen Reiz verleihen. Die Thalgehänge bestehen aus den fast horizontalen Jura- und Kreidebildungen, über welche zu oberst eine Löss - Schotter-Terrasse ausgebreitet ist. Der Löss nimmt allenthalben die höheren Partieen der Terrasse ein, während der ziemlich grobe, aus karpathischen Geschieben bestehende Schotter zu unterst liegt. Die Lössbedeckung ist im Allgemeinen sehr zusammenhängend und lückenlos, nur an wenigen Stellen, wie gerade an der zur Bukowna'er Dnjestrfähre führenden Strasse ist sie hie und da verkümmert oder denudirt, und es tritt der Schotter an die Oberfläche. An einer Stelle war eine kleine, augenscheinlich verrutschte Lösspartie in einer Höhe zu sehen, in welcher sich nicht weit davon Schotter befand. Herr E. V. Dunikowski hat nun an mehreren Orten hervorgehoben, dass der Löss dieses Theiles des Dnjestrgebietes "in den meisten Fällen" von karpathischen Geschieben überlagert wird, welche sich weit nördlich vom heutigen Dnjestrthale verfolgen lassen, ohne aber in einer der drei citirten Notizen Ort und Stelle genau anzugeben, wo er seine Beobachtungen gemacht hat. An diese angebliche Thatsache knüpft nun Herr V. Dunikowski in dem angezogenen Aufsatze aus Petermann's Mittheilungen folgende Schlussreihe: [...]