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Über die Stellung der zweiglimmerigen Gneisse im Eulen-, Erlitz- und Mense-Gebirge in Schlesien.

Dathe, Ernst

Kurzfassung

Der Redner knüpft an einen früheren Vortrag, welchen er an gleicher Stelle über die Gliederung der Gneissformation des Eulengebirges gehalten, an. Nach seinen im Jahre 1882 in diesem Gebirge begonnenen und ausgeführten Untersuchungen lässt sich die dortige Gneissformation in zwei Hauptabtheilungen zerfallen, nämlich 1. in Biotitgneisse und 2. in zweiglimmerige Gneisse. Die Biotitgneisse haben ihre Verbreitung namentlich an der Ost- resp. Nordostseite des Gebirges gefunden, während die zweiglimmerigen Gneisse vornehmlich den Westabfall desselben einnehmen. Kalkowsky hat desgleichen eine Zweigliederung (Die Gneissformation des Eulengebirges) angenommen, indem er eine untere und obere Gneissstufe unterscheidet. Zur ersteren rechnet er die körnig-schuppigen Magnesiaglimmer-Gneisse, zur letzteren zählt er die breitflaserigen Magnesiaglimmer-Gneisse. Redner hält seine oben gegebene Gliederung für der Natur mehr angepasst und leichter kartographisch durchzuführen; eine Annahme, welche durch seine vorjährigen Aufnahmen weitere Bestätigung gefunden hat. Die zweiglimmerigen Gneisse erfuhren in der Gegend von Hausdorf durch Vortragenden eine Specialgliederung; es Hessen sich von W. nach O., das ist von der Culmgrenze bisz um Gebirgskamme, folgende Zonen unterscheiden: a. schiefrig-plattige Gneisse; b. knotig-flaserige Gneisse (Augengneisse); c. grobflaserige Gneisse; d. knotig-flaserige Gneisse (Augengneisse); e. flaserige Gneisse, reich an Fibrolith und mit zahlreichen Einlagerungen von Amphiboliten und Serpentinen.