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Kupfererzproben Über Untersuchungen zum Kupfergehalt von Kupfererzproben

Hauchecorne

Kurzfassung

Die Erze sollen von einer Grube in der Gegend östlich von der Wallfisch-Bay, nördlich des von Herrn Lüderitz erworbenen Terrains von Angra Pequenna, herstammen, welche unter dem Namen Hope Mine auf einer sehr ausgedehnten Kupfererzlagerstätte baut. Das von West nach Ost sich erstreckende Vorkommen soll eine Längenausdehnung von 150 engl. Meilen besitzen und zu grossen Hoffnungen berechtigen. Die Erze sind dichtes Rothkupfererz und Kupferglanz, innig mit wasserhaltigem Quarz verwachsen, theilweise auch Kieselkupfer sowie etwas Malachit. Ihr ganzer Habitus gleicht sehr dem der edleren Kupfererze, welche am Ausgehenden und in den oberen Teufen der durch ihre schönen Phosphorochalcite und Kupferblüthen bekannten Ganglagerstätte der Grube Virneberg (St. Josephsberg) bei Rheinbreitbach in der Rheinprovinz vorgekommen sind. Insbesondere die innige Durchdringung der reichen Kupfererze mit Quarz, Chalcedon und wasserhaltigem Quarz zu einem dem rothbraunen Eisenkiesel oder kieseligem Rotheisenstein sehr ähnlich werdenden Mineral erinnert an jene Erze von Rheinbreitbach. Der Kupfergehalt betrug bei 3 Erzproben 37,66 pCt., 32,28 pCt. und 15,28 pCt. Kupfer. Das Ansehen der Erzstücke lässt ein derbes und mächtiges Vorkommen vermuthen. Es ist den Unternehmern zu wünschen, dass in ihrer Lagerstätte nicht ähnliche Veränderungen der Erze nach der Teufe hin sich einstellen, wie bei Rheinbreitbach, wo in sehr charakteristischer Weise in den oberen Teufen die genannten edlen Erze, in tieferen Sohlen an Stelle der Rothkupfererze und Kupferglanze Buntkupfererz und Kupferkies, demnächst mit zunehmender Teufe neben Kupferkies Schwefelkies mehr und mehr vorherrschend wurde und in den tiefsten gebaute Sohlen nur noch Schwefelkies mit so schwachem Kupferkies gehalt sich vorfand, dass der Betrieb aufhörte lohnend zu sein und eingestellt wurde.