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Beiträge zur Kenntniss des Groninger Diluviums.

Van Calker, F. J. P.

Kurzfassung

I. Schon seit lange ist das Gebiet der Stadt Groningen als beteutende Fundstätte diluvialer Geschiebe und namentlich silurischer Kalksteingeschiebe wohl bekannt. Mehrfach sind diese Groninger Geschiebe Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und Beschreibungen gewesen, welche sich entweder auf die Art ihres Vorkommens oder auf Bestimmung der darin vorkommenden Petrefacten oder auch auf Feststellung der verschiedenen Gesteinsarten bezogen, während auch die Frage nach deren Ursprung oder Heimath vielfach erörtert wurde und in dem sonst so steinarmen Holland schon frühzeitig Manche interessirte. Endlich sind auch die Bodenarten wenigstens zum Theil mehr oder weniger eingehender Untersuchung unterworfen worden. Es bedarf daher wohl einer näheren Begründung, wenn ich die Aufmerksamkeit der Fachgenossen diesem Gegenstande aufs Neue zuzuwenden wage. Die Veranlassung zu meiner im Vergleich zur Schnitterarbeit weniger dankbaren Aehrenlese im Stoppelfelde gab das Anlegen einer Sammlung Groninger Diluvialgeschiebe, zu welchem Behufe das hier vorhandene alte Material gesichtet werden musste, während zugleich viel Neues bei neueren Aufschlüssen in unmittelbarer Nähe der Stadt Groningen gesammelt wurde. Als ich nämlich Ende October 1877 einem Rufe an die hiesige Universität folgte, war ich zunächst, da eine Professur für Krystallographie, Mineralogie, Geologie und Palaeontologie bis dahin hier nicht bestand, darauf angewiesen, die Einrichtung eines mineralogischen und geologischen Instituts zu treffen und vor Allem die zum Lehramte bei meinen Vorlesungen und für praktische Arbeiten erforderlichen Apparate u. s. w. zu beschaffen und Sammlungen zu bilden. Das auf dem hiesigen naturhistorischen Museum vorhandene Material, welches hierbei mit verwendet werden musste, bestand zu einem ansehnlichen Theile aus Groninger Diluvialgeschieben, welche, mit Ausnahme einer kleinen Anzahl mangelhaft etiquettirter Stücke, gänzlich verwahrlost und unbestimmt waren.