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Die fossilen Hölzer der Phosphoritlager des Herzogtums Braunschweig.

Vater, Heinrich

Kurzfassung

Durch die Herren Geh. Rath. Geinitz in Dresden und Dr. Reidemeister in Schönebeck a. E. wurde ich im Sommer vorigen Jahres auf das Vorkommen fossiler Hölzer in den braunschweigischen Phosphoritlagern aufmerksam gemacht, und ich beschloss, diese pflanzlichen Reste eingehender zu untersuchen. Um zunächst das geologische Vorkommen dieser Hölzer zu studiren und um solche an Ort und Stelle zu sammeln, unternahm ich im August vorigen Jahres einen dreiwöchentlichen Ausflug nach den von Herrn Geinitz in seinen Mittheilungen über "die sogenannten Koprolithlager von Helmstedt, Büddenstedt und Schlewecke bei Harzburg" erwähnten und benachbarten Fundstellen. Durch die Zuvorkommenheit der Besitzer der Phosphoritgruben, der Herren Funk in Helmstedt, Meyer in Braunschweig und Castendyck in Schlewecke, war es mir möglich, dieselben eingehend zu besichtigen und mit Erfolg zu sammeln. Auch verdanke ich diesen Herren eine stattliche Reihe fossiler Hölzer, vor allen aber dem Herrn Dr. Reidemeister, welcher mir die zahlreichen Holzstücke zur Verfügung stellte, welche er zwischen den in der chemischen Fabrik Hemania in Schönebeck a. E. verarbeiteten Phosphoritknollen gefunden hatte, und dem Herrn Geh. Rath Geinitz, welcher mir die diesen Fundorten entstammenden Hölzer des königl. sächsischen geologischen Museums in Dresden zur Untersuchung anvertraute. Das Vergleichsmaterial an recenten Hölzern entstammt zum weitaus grössten Theile der von Herrn Geh. Rath Schenk angelegten Holzsammlung des botanischen Instituts zu Leipzig.