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Ueber Ornithocheirus hilsensis Koken.

Koken, Ernst

Kurzfassung

Eine im dritten Hefte dieser Zeitschrift 1884, pag. 664 enthaltene briefliche Mittheilung von Herrn O. Meyer (Newhaven, Conn.) veranlagst mich zu einer kurzen Gegenbemerkung. Obgleich ich mich auf die angefochtene Bestimmung eines einzelnen Knochenfragmentes durchaus nicht steife, so scheint sie doch durch die von Herrn Meyer gemachten Beobachtungen auch noch nicht umgestossen. Aus der Datirung jener Notiz entnehme ich, dass Herrn Meyer die reichen Sammlungen des Yale College zu Gebote standen; über jenes Vergleichsmaterial kann ich mir kein Urtheil erlauben, da es leider noch nicht durch monographische Publicationen auch weiteren Kreisen der Fachgenossen zugänglich gemacht ist. "Aus den Abbildungen namentlich Owen's und Seelky's" habe auch ich zwar erkannt, dass bei den englischen grossen Flugsauriern die seitliche Gelenkfläche des betreffenden Knochens sehr stark vom Schafte abgesetzt, sogar zuweilen breiter als lang, der Schaft selbst in prae-postaxialer Richtung comprimirt ist; das genügt aber nach meiner Ansicht nicht, die sonst herrschende Analogie der Ausbildung zu entwerthen. Herr Meyer hat vergessen die Citate jener Abbildungen zu geben, auf welche er sich beruft. In den von Owen gegebenen Abbildungen (Foss. Rept. Cret. Form. t. XXXII, f. 4, 5; Suppl. I., t. IV, f. 9-11) vermag mich die intercondylare Ausbuchtung nicht an eine "tiefe Schlucht" erinnern; ich muss sie an der f. 5, t. XXXII und f. 9-11, t. IV sogar für auffallend flach und weit erachten.