Original paper

Eine Anzahl von paläozoischen Geschieben aus der Eberswalder Gegend

Remelé, A.

Kurzfassung

Von cambrischen oder für jetzt wenigstens als cambrisch anzusehenden Sandsteingeröllen wurden vorgelegt: 1) Hardeberga-Sandstein; 2) ein grauer Sandstein mit Braunsteinflecken (Tigersandstein, Silsten Linné's); 3) ein rothstreifiger Sandstein, der mit einer Abänderung des Nexö-Sandsteins auf Bornholm völlig übereinstimmt. Während diese Gesteine auch anderwärts im Diluvium der Mark Brandenburg, z. Th. nicht selten, sich gefunden haben, sind dem Vortragenden die folgenden zwei Graptolithenschiefer von unter-, resp. mittelsilurischem Alter nur je ein einziges Mal als Geschiebe vorkommen und überhaupt bekannt geworden: 1) ein schwarzer Thonschiefer mit Diplograptus teretiusculus His. und Orbicula sp.; entspricht einer der tieferen Stufen des schwedischen mittleren Graptolithenschiefers, wie er bei Fågelsång östlich von Lund in Schonen auftritt; 2) ein dünnblätternder dunkler Thonschiefer mit Retiolites Geinitzianus Barr. und Monograptus priodon Bronn; hiermit ist zum ersten Male der echte schwedische Retiolitesschiefer, welcher jetzt vielfach schon dem Obersilur unter dem Wenlock zugerechnet wird, unter den Diluvialgeschieben Norddeutschlands nachgewiesen. Beide letzterwähnten Stücke wurden im Geschiebewall am Steinberg bei Liepe östlich von Eberswalde gefunden.