Original paper

Über die Publication des Herrn v. Lasaulx "Der Granit unter dem Cambrium des Hohen Venn"

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Er hob das durch den Bonner Gelehrten nicht in Betracht gezogene Vorkommen der Granit-Geschiebe in den Culmconglomeraten des Rheinisch-Westfälischen Schiefergebirgs (Wildungen) hervor und wies darauf hin, dass solche Granit-Massen, die zu diesen Conglomeraten oder zu den durch v. Lasaulx angeführten Arkosen und Conglomeraten im rheinisch-belgisch-französischen Unterdevon (Arkose von Weisme, Conglomerate von Fepin und von Burnot) Schuttmaterial geliefert haben, unvergleichlich älter seien, als die im Zusammenhang mit dem postculmischen oder postcarbonischen Faltungsdruck aufgepressten und erst viel später durch die Erosion blosgelegten Granit-Massen, welche eine Contactmetamorphose in den gefalteten palaeozoischen Sedimenten hervorriefen. Anknüpfend an das lehrreiche durch Herrn v. Lasaulx mitgetheilte Profil längs der Eisenbahn über das Hohe Venn zwischen Raeren und Lammersdorf machte der Vortragende darauf aufmerksam, dass das Angrenzen nicht wesentlich verschiedenalteriger, sondern der gleichen Schichtenglieder zu beiden Seiten des im Sattelkerne aufgepressten Venn-Granits und die geringe Breite des Granit-Kerns (nur 240 m) nicht gerade zu Gunsten eines ausgedehnteren Zutagtretens dieses Gesteins unter der Torfregion des Venn-Sattels sprechen. Der Vergleich dieses Bahnprofils, das vom Devon im Nordwestflügel her bis zu dem gar nicht mehr weit vom Devon im Südostflügel entfernten Granit beständig steiles nordwestliches Einfallen der Schichten, südöstliches dagegen nur zwischen dem Granit und dem Lammersdorf benachbarten Gédinnien aufgewiesen hat, mit dem widersinnig von S.O., bezw. O.S.O. her zusammengeschobenen und überschobenen, durch Holzapfel näher untersuchten Nordende des Venn-Sattels führte den Vortragenden sodann zu dem Ausspruche: [...]