Original paper

Ueber einige neue Arten von Graphularia und über tertiäre Belemniten.

Branco, Wilhelm

Kurzfassung

In der paläontologischen Sammlung der technischen Hochschule zu Aachen fand ich zur Zeit meines Dortseins unter dem von Herrn Braun gesammelten Material aus dem Mainzer Bekken sieben Stücke der im Nachfolgenden beschriebenen Art (Fig. 4-7). Es lagen zwei Etiquetten vor: die eine derselben trug die Bezeichnung "Wirthsmühle"; auf der anderen standen die Worte "Seeigelstacheln? Aus dem Sande des Hohlweges." Diese Bezeichnungen im Vereine mit dem anhängenden grobkörnigen Quarzsande gestatten wohl mit Sicherheit die Annahme, dass die vorliegenden Stücke dem mitteloligocänen Meeressande entstammen. Schon Herr Braun hegte, wie das Fragezeichen beweist, Zweifel, ob diese Reste wirklich von Seeigelstacheln herrühren möchten. Allein die richtige Deutung dieser Gebilde entzog sich für den Finder in sehr erklärlicher Weise der Möglichkeit, denn das Geschlecht, welchem dieselben angehörten, Graphularia, ist ein ungemein seltenes; und wenn überhaupt, so war zu der Zeit, in welcher Herr Braun sammelte, jedenfalls erst eine einzige Art der (Gattung ans England beschrieben und abgebildet. Weiteres Material verdanke ich sodann der Güte des Herrn Geheimrath F. Rombr, welcher mir eine von ihm bereits beschriebene Art dieser Gattung, und des Herrn Prof. Dames, welcher mir einige von Herrn Geheimrath Beyrich gesammelte und als Graphularia bestimmte Stücke freundlichst zur Abbildung bzw. Beschreibung anvertrauten.