Original paper

Ein neues fossiles Holz aus der Kreide Armeniens nebst Bemerkungen über paläozoische Hölzer.

Gürich, Georg

Kurzfassung

Zu den schon so zahlreichen fossilen Hölzern mit Araucarienstructur eine neue Art hinzuzufügen ist eine unangenehme Aufgabe. Ist doch schon von G. Kraus genügend nachgewiesen worden, einen wie geringen Werth all' die alten Artendiagnosen von Araucarites oder Araucarioxylon haben; im vorliegenden Falle aber wird diese Schwierigkeit gemildert, insofern es sich um ein höchst wahrscheinlich cretaceisches Holz handelt. Das Breslauer mineralogische Museum verdankt einen Block dieses Coniferenholzes der Vermittlung des Herrn Prof. Arzruni, der dasselbe von dem Finder Herrn Samson- Beck Melick-Muaza-Kauia in Elisabethpol erhalten hat. Fundort ist Pechthór Arwák ("trüber Bach") bei Dorf Pip (Saglik), Gouv. Gandschak (Elisabethpol), Kaukasien. Nach Abich und nach den Mittheilungen Herrn Arzruni's befindet sich der Fundort auf Kreidegebiet. Da das Holz von dem einzigen bisher näher beschriebenen Araucarioxylon aus der Kreide sich, soweit es bis jetzt zu beurtheilen ist, sehr wohl unterscheidet, möge es hier als Araucarioxylon Armeniacum n. sp. beschrieben werden. Der Block stellt einen keilförmigen Theil eines Cylinders dar, dessen Durchmesser 1/2 Meter betragen haben mag; hiernach und nach der äusseren Beschaffenheit zu urtheilen, rührt derselbe also von einem ziemlich ausgewachsenen Stamme her. Von der Structur ist im Dünnschliffe Folgendes erkennbar.