Original paper

Das Lager des Ceratites antecedens Beyr, im schwäbischen Muschelkalk.

Eck, H.

Kurzfassung

Im Jahrgang 1880 dieser Zeitschrift (Bd. XXXII, Heft 1, pag. 36 ff.) gab der Verfasser Nachricht von der Auffindung eines Exemplares des Ceratites antecedens Beyr. im unteren Muschelkalke bei Rohrdorf unweit Nagold in Württemberg; doch konnte das Lager desselben nicht mit der wünschenswerthen Genauigkeit ermittelt, sondern nur festgestellt werden, dass der Ceratit aus denjenigen Schichten stamme, welche die obere Terebratelbank (mit Coenothyris vulgaris) zunächst unteroder überlagern. Herrn Bauinspector Eulenstein in Freudenstadt ist es vor Kurzem gelungen, ein zweites Exemplar derselben Art im unteren Muschelkalke bei Dietersweiler unweit Freudenstadt zu sammeln. Dasselbe ist ein beinahe aus einer halben Windung bestehendes Bruchstück, bei welchem der gerade Abstand beider Enden am Aussentheile 82 mm, der äussere Umfang zwischen denselben 114 mm beträgt. Der Durchmesser des vollständigen Exemplares dürfte 82 mm nur sehr wenig überstiegen haben. Die Seitenhöhe der Windung am vorderen Ende bis zur Kante des Aussentheils ist 29 mm, doch ist nach diesem Ende hin das Exemplar etwas verdrückt; die Seitenhöhe am hinteren Ende ist 23 mm, diejenige von der Nabelkante bis zur Mitte des Aussentheils 25 mm. Der letztere ist an dem unverdrückt erhaltenen hinteren Ende 7 mm breit und convex, am vorderen Ende 12 mm breit. Die Seiten des Gehäuses sind nur flach gewölbt; sie fallen steil zur Naht hin ab. Am Nabelrande, soweit derselbe erhalten, erheben sich auf einem Umfange von 31 mm 7 Rippen, ohne Knoten zu bilden (auch bei dem früher gefundenen Exemplare sind am Nabel keine Knoten, sondern nur ganz schwache Anschwellungen vorhanden).