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Ueber die geologischen Verhältnisse von Angra Pequenna.

Schenk, Ad.

Kurzfassung

Die geologischen Verhältnisse der Gegend zwischen Angra Pequenna und Bethanien sind verschieden östlich und westlich von 1 Aus. Das ganze Küstengebiet von Angra Pequenna und die Berge zwischen diesem Hafen und 1 Aus bestehen aus Gneiss. Es ist diese ganze Gegend ein zusammenhängendes Gebirgsland, dessen Thäler aber im Sande begraben sind, so dass nur die höchsten Gipfel und Kämme aus demselben hervorragen. Man überschreitet weite sandige, allmählich gegen 1 Aus hin ansteigende Ebenen, aus denen hier und da einzelne Kuppen, manchmal auch ganze, von N. nach S. verlaufende Gebirgszüge hervortauchen. Alle diese Berge bestehen aus Gneiss, der stellenweise in Granit übergeht und untergeordnet Hornblendeschiefer, Serpentin und krystallinischen Kalk eingelagert enthält. Die wesentlichen Gemengtheile des Gneisses sind röthlicher oder oder weisser Feldspath, Quarz und Biotit, und zwar wechseln gewöhnlich Feldspath - reichere und Glimmer-arme Partieen mit Biotit-reichen und Feldspatharmen. Dadurch wird die Gneissstructur hervorgerufen. Stellenweise ist der Gneiss reich an Epidot; hier und da findet sich auch Turmalin, ferner Magneteisen, das sowohl in kleineren Partieen im Feldspath eingewachsen vorkommt, wie auch in Lagern, und manchmal in Brauneisenstein umgewandelt erscheint. Auf den sandigen Ebenen zwischen Angra Pequenua und 1 Aus sowie in den Bergen bei letzterem Ort fand ich vielfach grössere und kleinere Blöcke von Magneteisen, das manchmal ausgezeichnet polarmagnetisch ist. Gangartig treten im Gneiss auf: Quarz, manchmal in mächtigen Gängen; röthlicher oder weisser Feldspath; Gemenge von Feldspath und Quarz, oft mit schriftgranitartiger Verwachsung beider, ferner grobkörniger Granit, aus Feldspath, Quarz und grossen Tafeln von weissem Glimmer bestehend, dann Grünstein (Diorit?) etc. Die Gneissflasern zeigen eine vielfache Fältelung und ein im Allgemeinen der Küste paralleles, also nord-südliches Streichen. Hinter 1 Aus ändert sich der geologische Charakter der Gegend.