Original paper

Ein Profil durch die kohlenführenden Schichten der Gegend von Lauenburg an der Elbe.

Konrad, Keilhack

Kurzfassung

Es folgen hiernach vom Liegenden zum Hangenden: 1. Diluviale, Cardium edule führende, sandige Mergel. 2. Geschiebemergel. 3. Kohlenlager und zwar: a. Moos, b. Früchte und Blätter, c. Stückenkohle mit Stämmen und Astwerk. 4. Bis 15 m mächtige Diluvialsande. 5. Zweiter Geschiebemergel, dem oberen Geschiebemergel Meyn's mit Helotis gleichwerthig. An der durch diesen Vortrag angeregten Discussion beteiligten sich die Herren Hauchecorne und Beyrich, welche das fragliche Mineral nicht als Kohle, sondern als Torf ansehen, wie solcher in früherer Zeit auch schon bei Crossen vorgefunden wurde. Ferner bemerkte Herr Berendt, dass auch Meyn diese Bildungen schon als diluviale Torfe geschildert habe, also auch kein historisches Moment für die Benennung als Kohle vorliege. Herr Wahnschaffe bemerkte im Anschluss an obige Mittheilung, dass sich auch in einem anderen Gebiete des norddeutschen Flachlandes Beweise für eine Interglacialzeit gefunden hätten.