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Über einen aus der bekannten Rixdorfer Lagerstätte im Diluvialgrande kürzlich erhaltenen Unterkiefer von Elephas primiqenius

Berendt

Kurzfassung

Herr Berendt legte über einen aus der bekannten Rixdorfer Lagerstätte im Diluvialgrande kürzlich erhaltenen Unterkiefer von Elephas primiqenius vor, der sich nicht nur durch seine Kleinheit, sondern auch durch den noch vollständig isolirt stehenden Primordial - Zahn sogleich als ganz jugendliches Exemplar zu erkennen gab. Derselbe theilte des Weiteren mit, dass er dieser Tage das Glück gehabt habe, rechtzeitig Kunde von der Auffindung eines grossen Stosszahnes von Elephas primigenius an derselben Stelle zu erhalten. Stosszähne sind zwar schon häufig dort, wie früher am Kreuzberge gefunden, nie aber in einigermaassen erhaltenem Zustande in eine der Sammlungen gelangt. Weder die königl. Universitäts-Sammlung noch die der königl. geologischen Landesanstalt enthält mehr als kleine Bruchstücke solcher Stosszähne. Als Redner sofort auf die erhaltene Nachricht an Ort und Stelle erschien, wurde ihm der Grund hierfür augenblicklich klar, obgleich nur erst der mittlere, durch einen Spatenstich arg verletzte Theil der Rundung des betreffenden Stosszahnes entblösst war. Die gesammte Elfenbeinmasse des Zahnes befand sich in einem butterweichen Zustande, der ein Formen und Ausrollen derselben in jeder beliebigen Weise zuliess - die Sammlung bewahrt daraus geformte Kügelchen u. dergl. - und war nur von einer wenige Millimeter starken, festeren Schale umgeben, welche schon bei geringem Druck mit dem Finger einbrach.