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Ueber Gesteine des Cerro de las Navajas (Messerberg) in Mexico.

Tenne, C. A.

Kurzfassung

Einer der bekanntesten Fundpunkte von Obsidian ist der Cerro de las Navajas. Nach Al. De Humboldt: Essai politique sur le royaume de la Nouvelle Espagne II, pag. 159 sind unter dieser Bezeichnung (Messerberg) zu verstehen "les montagnes porphyritiques d'Oyamel et du Jacal", welche am südwestlichen Abhänge der Sierra Madre, gegenüber der nordöstlichen Ecke des Plateau's von Mexico, bei dem Städtchen Tulancingo und dem Bergwerks - Hauptorte Real del Monte liegen. Unter einer Suite von mexicanischen Gesteinen, die A. v. Humboldt auf seinen Reisen gesammelt hat, befindet sich auch eine Reihe von Handstücken, welche diesen Bergen entstammen und die jetzt im königl. Mineralogischen Museum zu Berlin aufbewahrt werden. Ueber das krystallinische Gestein sagt J. Roth in der demnächst erscheinenden 2. Abtheilung des 2. Bandes seiner "Allgemeinen und chemischen Geologie", deren Einsicht mir freundlichst gestattet ward: "Blaugrauer, sphärolithischer Lithoidit mit Sanidin, Quarz, spärlicher Hornblende. An der Spitze des Berges tritt weisslich - grauer, dichter, mit zahlreichen langgezogenen Poren versehener Liparit auf, der als Einsprenglinge reichlich Sanidin, Quarzkörner, spärlich Hornblende und Titanit führt." Mir standen 4 Handstücke des krystallinischen Gesteins zu Gebote (46, 47, 48 und 45), welche sämmtlich mehr oder minder verwittert sind; die erstgenannten 3 Nummern sind nach der mikroskopischen Analyse Liparite, wogegen in der letzten ein unzweifelhafter Trachyt vorliegt. Das Handstück No. 47 ist von A. v. Humboldt bezeichnet als: "Cerro de las Navajas; Porphyre à base de Perlstein, enthält Obsidian."