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Die Beyrichien der obersilurischen Diluvialgeschiebe Ostpreussens.

Reuter, Georg

Kurzfassung

Einleitung. Die obersilurischen Diluvialgeschiebe sind bisher in drei Gebieten des norddeutschen Flachlandes: in der Mark, in Mecklenburg und Schleswig-Holstein, auf Beyrichien untersucht worden. Nachdem durch Leopold v. Buch, Kloeden, Beyrich, und M'Coy die Aufmerksamkeit der Paläontologen auf die Beyrichien gelenkt worden war, beschrieb zuerst Rupert Jones mehrere Arten, welche er in fünf Geschieben aus der Umgegend von Berlin und von Breslau gefunden hatte. Darauf veröffentlichte E. Boll die Beschreibung und Abbildung von drei weiteren in mecklenburgischen Geschieben entdeckten Arten. Dieser kurzen Beschreibung folgte eine Monographie desselben Forschers über alle in den mecklenburgischen obersilurischen Diluvialgeschieben von ihm gefundenen Arten. In dieser Monographie wird auch zuerst der Versuch gemacht, die Beyrichien als Leitfossilien für das Obersilur zu benutzen, Hierauf lieferte Karsten eine Beschreibung und Abbildung der in den Geschieben von Schleswig-Holstein vorhandenen Beyrichienarten. Endlich untersuchte Krause die Beyrichien der obersilurischen Diluvialgeschiebe der Mark. Er macht darauf aufmerksam, dass zwischen einigen Arten Uebergangsformen vorhanden sind und benutzt die Beyrichien zur Heimathsbestimmung der durch sie charakterisirten Geschiebe. Die Zahl der Abhandlungen, in denen Beyrichien nebenbei erwähnt werden, ist gross. Ein Theil derselben wird bei der Frage nach der Heimath der ostpreussischen Beyrichienkalke anzuführen sein. Auf Anregung des Herrn Dr. Notling habe ich mich seit dem Frühling dieses Jahres mit den nachfolgenden Untersuchungen beschäftigt.