Original paper

Ueber einen Paragonit - Schiefer vom Ural.

Arzruni, A.

Kurzfassung

Der Paragonit ist bekanntlich kein verbreitetes Mineral. Ebenso verhält es sich mit dem Paragonit-Schiefer, welcher, wie man weiss, bisher nur an wenigen Localitäten und stets auf ziemlich beschränktem Flächenraum, wie auch in geringer Mächtigkeit angetroffen worden ist. Es mag daher hier ein Paragonitschiefer des Urals beschrieben werden, besonders da er in seinem Auftreten sowohl, als auch in Betreff der Mineralien, die er accessorisch enthält, in mancher Hinsicht von dem bekanntesten und mikroskopisch am eingehendsten untersuchten St. Gottharder Vorkommen wesentlich abweicht. Genaue Angaben über die Lagerungsverhältnisse dieses Paragonitschiefers zu machen bin ich leider nicht im Stande, da ich die Localität selbst nicht besucht habe. Meine Kenntniss des Vorkommens beruht auf einer Anzahl von Handstücken, welche mir mit der verbürgten Angabe überbracht wurden, dass sie aus dem District von Nizne - Issetsk und zwar aus dessen südwestlichem Theile, also aus der Nähe des Districtes Syssert herstammen. Präciser lautet der Fundort: "Am steilen Bach (= Krutoj Kljutsch), linkes Ufer der Kamenka unweit des Grenzcordon von Nizne-Issetsk, gegenüber dem Tannenwäldchen." Nach den Handstücken zu urtheilen - und damit stimmen die Angaben der Sammler überein - bildet der Paragonitschiefer, wie auch sonst, untergeordnete Einlagerungen in anderen krystallinischen Schiefern, namentlich im Chloritschiefer welcher ausserdem Chromit-Nester und grössere Agglomerationen von krystallinischem, farblosem oder bläulichem Korund beherbergt.