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Die Stegocephalen aus dem Rothliegenden des Plauen'schen Grundes bei Dresden.

Credner, Hermann

Kurzfassung

Fünfter Theil. VII. Melanerpeton pulcherrimum A. Fritsch. Taf. XXVII, Fig. 1, 5 u. 6. Fauna der Gaskohle und der Kalksteine der Permformation Nordböhmens. Prag 1880, Bd. 1, Heft 2, pag. 99, t. XIV u. XV. Die von A. Fritsch 1. c. pag. 96 aufgestellte Gattung Melanerpeton besitzt, wie dies die Untersuchung des sächsischen Materiales nicht nur bestätigen, sondern ergänzen konnte, ausserordentlich charakteristische Kennzeichen, durch welche sie sich von der mit ihr vergesellschafteten Stegocephalen-Fauna scharf abhebt. Unter denselben stehen in vorderster Reihe: 1. das auffällig starke Zurückspringen des Hirnschädels hinter die flügelartig ausgeschweiften Supratemporalia; 2. das Auftreten eines selbstständigen, meist schuppenförmigen Schaltknochens zwischen Squamosum und Postorbitale; 3. die langgestielte Form der drei Thoracalplatten und zwar namentlich der mittleren derselben. Mit diesen Hauptmerkmalen vereinigen sich noch folgende Eigentümlichkeiten zum Bilde von Melanerpeton: vorn stumpf zugespitzter Schädel, - an der Basis gefaltete Zähne, intravertebrale Erweiterung der Chorda, - kurze, fast gerade Rippen, - fächerförmig ausgebreitete Fortsätze des Sacralwirbels, - zart stabförmige Claviculae, - kräftige, gedrungene Extremitäten, - zarter (wahrscheinlich chagrinartiger) Bauchpanzer.