Original paper

Trichasteropsis cilicia Quenst. sp. aus norddeutschem Muschelkalk.

Eck, H.

Kurzfassung

Herr Senator H. Romer in Hildesheim hatte die Güte, dem Verfasser einen im Muschelkalk von Wehmingen (eine Stunde westlich von der an der Eisenbahn von Hildesheim nach Lehrte gelegenen Station Sehnde) aufgefundenen Seestern zur Bestimmung anzuvertrauen, wofür demselben der Verfasser auch an dieser Stelle den besten Dank auszusprechen nicht verfehlen will. Höchst wahrscheinlich stammt das Stück aus den Schichten mit Ceratites nodosus. Der Seestern (Taf. XXXIV, Fig. 1-2) ist ganz vom Gestein befreit, so dass Rücken- und Bauchseite frei liegen. Er gehört der Art Trichasteropsis cilicia Quenst. sp. an. Das Verhöltniss der Scheibenradius zum Armradius (auf der Rükkenseite gemessen) ist 22 : 48 mm = 1 : 2,18. Die Breite eines der 5 Arme an der Basis (auf der Rückenseite von einem Armwinkel zum anderen) beträgt 25 mm, an der stumpf gerundeten Spitze etwa 10 mm. Die Bauchseite (Taf. XXXIV, Fig. 2) ist flach und lässt breite Ambulacralrinnen erkennen, deren Ränder auf der Mitte der Scheibe etwa 5 mm von einander abstehen und nach dem Centrum derselben stärker, nach der Armspitze schwächer convergiren. Im Grunde derselben erkennt man an 3 Armen in der Mitte beziehungsweise am Ende derselben einen Theil der Ambulacralplatten, welche 1 mm lang sind (das Wort Länge im Sinne der Armerstreckung genommen), Ihre beiderseitlichen Hälften sind an den Rändern, mit welchen sie in der mittleren Längslinie des Armes zusammenstossen, in einander gezähnt, zeigen jederseits eine seichte dreieckige Vertiefung für den Ansatz der ventralen Quermuskeln und bilden durch Verschmälerung auf jeder Seite eine Porenreihe, ganz entsprechend der Darstellung in Fig. 26 auf Taf. 92 in Quenstedt's Petrefactenkunde Deutschlands, Abtheil. I, Bd. IV, Leipzig, 1874-76.