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Untersuchung einiger granitischer Gesteine des Urals.

Arzruni, A.

Kurzfassung

Der Beresit. Unter dem Namen "Beresit" beschrieb G. Rose ein vorwiegend gleichmässig feinkörniges granitisches Ganggestein aus den Goldgruben von Berjósowsk, wo es den Bergleuten, die ihm diese Bezeichnung beigelegt hatten, wohlbekannt und von ihnen gesucht war, als das sicherste Indicium für das Auffinden von Gold. Es ist in der That hauptsächlich der Beresit, welchen dort die erz- und goldführenden Quarzgänge durchsetzen. In das Hauptgestein - Talk- und Chlorit-Schiefer -, welches vom Beresit gangförmig durchzogen wird, dringen sie seltener ein. Das Streichen des Hauptgesteins, des Chlorit- und Talk-Schiefers mit seinen verschiedenartigen Varietäten, ist ein fast genau west-östliches. Die Beresitgänge durchsetzen es in einer dazu normalen, also nahezu nord-südlichen Richtung, um ihrerseits wiederum fast unter rechtem Winkel von den erzführenden Quarzgängen durchschnitten zu werden, welche demnach der Streichrichtung der Schiefer parallel verlaufen. Die Entfernung zwischen den einzelnen Beresitgängen oder den "Streifen" (Polossá), wie sie von den Bergleuten dort genannt werden, erreicht 10 Meter und mehr. Ebenso ist ihre Mächtigkeit eine wechselnde und schwankt zwischen 10 und 40 Meter. Endlich besitzen sie auch eine verschiedene Längenausdehnung: bald keilen sie sich nach Verlauf einiger Meter aus, bald erreichen sie aber die sehr beträchtliche Länge von mehreren Kilometern und behalten dabei eine gleichbleibende Mächtigkeit. Es wird ein Beresitgang erwähnt, der das ganze Gebiet des Berjósow'schen Hüttenbezirks durchzieht, d. h. eine Länge von 7 Kilometer besitzt, aber auch in's Nachbargebiet fortsetzt, wo er jedoch nicht weiter verfolgt worden ist.