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Zur Kenntniss der Bildung und Umbildung von Silicaten.

Lemberg, J.

Kurzfassung

1. Die früher angestellten Versuche (diese Zeitschr. 1883, pag. 614) hatten Pectolith-artige Silicate von wechselnder Zusammensetzung ergeben; im Folgenden wurde die Herstellung des Na-reichsten Pectoliths angestrebt, und da schon reines Wasser etwas Natron von der Verbindung abspaltet, so war bei den Versuchen die Einschränkung von Wasser auf die kleinste Menge geboten. Es wurden je 30 grm des krystallisirten, Natronsilicats (Na2O, SiO2, 8 H2O) vorsichtig im Krystallwasse geschmolzen, in die flüssige Masse 2-3 grm nachstehender, feingepulverter Stoffe eingerührt, und dann im Digestor bei einer Temperatur von 190-200° 78 Stunden erhitzt. No. 1. Datolith von Andreasberg. No. 1 a. Wollastonit von Orawitza. No. 1 b. Gyps. No. 1 c. CaCO3 (durch Fällung von CaCl2-Lösung hergestellt) die Digestion dauerte 100 Stunden. In allen Fällen hatten sich zu Büscheln und Garben vereinigte feine Nadeln gebildet, mehr oder weniger vermengt mit unregelmässigen, das Licht doppeltbrechenden Körnern. Den gebildeten Pectolith-artigen Silicaten wurden die löslichen Stoffe durch kaltes Wasser entzogen.