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Bemerkungen über die geologische Stellung des Joachimsthal - Lieper Geschiebewalles

Remelé, A.

Kurzfassung

Schon seit Längerem bin ich bezüglich des öfter erwähnten Geschiebewalles der Gegend im N. und NO. von Eberswalde der Ansicht gewesen, dass derselbe dem unteren Diluvium angehöre. Zu dieser Auffassung wurde ich namentlich veranlasst durch das bereits in der Festschrift der Forstakademie Eberswalde, Berlin 1880, pag. 184, von mir hervorgehobene Vorkommen von Mammuthresten in demselben, sowie durch gewisse Analogien seines Geschiebeinhalts mit demjenigen des unteren Diluvialmergels. Für die Bearbeitung des I. Stückes meiner "Untersuchungen über die versteinerungsführenden Diluvialgeschiebe etc." war mir daran gelegen, über diese Frage grössere Gewissheit zu erlangen, und speciell zu dem Ende unternahm ich am 25. Juli d. J. in Begleitung des Herrn Dr. Ramann eine Excursion nach dem bekannten Steinberg bei Liepe, einem der Hauptaufschlusspunkte jener Gerölle - Ablagerung, welcher etwa 13 Kilometer ostnordöstlich von Eberswalde und etwas östlich von der Mitte der von letzterer gebildeten, gegen S. gewendeten Bogenlinie gelegen ist. Ich darf daran erinnern, dass die dortige Steingrube, welche viele Jahre hindurch schwunghaft betrieben worden, jetzt aber beinahe aus gebeutet ist, diejenige ist, welche auch anlässlich der in Berlin abgehaltenen 28. allgemeinen Versammlung der deutschen geologischen Gesellschaft von einer grösseren Anzahl von Geologen darunter auch Torell, unter Ihrer Führung am 15. August 1880 besucht wurde. Es war mir durch wiederholte Localbesichtigung längst bekannt, dass auf der Ostseite der Grube eine ziemlich mächtige Ablagerung von gemeinem Diluvialsand im oberen Theil des Geschiebewalls sich findet, und es schien mir von besonderer Wichtigkeit zu sein, dieselbe genauer zu untersuchen, weil daraus zunächst weitere Aufschlüsse über das Alter der ganzen Bildung sich erwarten liessen.