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Über zwei neue Trilobiten-Typen aus untersilurischen Diluvialgeschieben von Eberswalde

Remelé

Kurzfassung

1. Rhinaspis erratica gen. (resp. subgenus) et spec. nov. Obwohl nahe verwandt mit der Angelin'schen Asaphiden-Gattung Meyalaspis durch die kurze, vor den Augenhöckern von einem sehr breiten und vom spitz zulaufenden Randsaum umgebene Glabella, unterscheidet sich dieser Trilobit doch von den zahlreichen Arten des genannten Genus in sehr auffälliger Weise durch einen hohen, gekrümmt nasenförmigen Höcker im hinteren Theile des Kopfbuckels, der von der Nackenfurche aus steil hinaufragt. Zu beiden Seiten desselben neben den Palpebralflügeln befindet sich eine flache, schräg ovale Vertiefung, ausserdem vor der Glabella eine bis zur vorderen Spitze des in der Mittellinie 4 Centim. langen Centralschildes verlaufende, deutlich ausgeprägte längliche Depression. Das Geschiebe, welches diesen Rest enthält, gehört dem glaukonitischen Vaginatenkalk an; eine ähnliche Form kommt einer freundlichen Mittheilung Fr. Schmidt's im ehstländischen Vaginatenkalk vor. Der systematischen Stellung nach ist hier wohl eine den Werth einer Untergattung darstellende Gruppe von Megalaspis anzunehmen. 2. Hybocephalus Hauchecornei gen. et spec. nov.; schliesst sich an Ampyx Dalm. an und repräsentirt ein eigenes Glied der Angelin'schen Familie Raphiophoridae, bei welcher Angelin bekanntlich die Gattungen Lonchodomus, Ampyx und Raphiophorus unterschieden hat.