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Die jurassischen Ablagerungen von Lechstedt bei Hildesheim.

Behrendsen, O.

Kurzfassung

Da die Kartirung der Hildesheimer Gegend von Seiten des Generalstabes in den nächsten Jahren wohl noch nicht zu erwarten sein dürfte, so steht auch die geologische Aufnahme derselben noch in weiterem Felde. Es schien mir daher nicht ohne Interesse zu sein, die geognostischen Verhältnisse der Umgebungen Lechstedts, eines Gebietes, welches sich in der südöstlichen Fortsetzung des von H. Romer 1883 bearbeiteten Hildesheimer Stadtgebietes befindet (ohne sich indessen genau an dasselbe anzuschliessen), so weit es die vorhandenen Aufschlüsse gestatten, klar zu legen. Was mich zunächst bestimmte, die Resultate mehrjährigen, eingehenden Durchforschens des erwähnten Gebietes in dieser kleinen Arbeit aufzuzeichnen, war der Wunsch, eine grössere Anzahl nicht mehr vorhandener oder zu verschwinden drohender Aufschlüsse hinsichtlich ihrer Lage und ihrer Petrefaktenbefunde vor völliger Vergessenheit zu bewahren. Erhebliche Hindernisse bot zunächst das Fehlen einer topographischen Karte in genügendem Massstabe. Die rücksichtlich ihrer Terrainzeichnung nach immerhin zuverlässigste von Papen konnte, da sie bezüglich der Wege und Wasserläufe völlig veraltet, auch schon wegen des ungenügenden Massstabes (1 : 100000) nicht in Betracht kommen. Es blieb daher nichts anderes übrig, als die noch aus hannoverscher Zeit stammenden Messtischblätter nach dem amtlichen Material des Königlichen Katasters umzuarbeiten. Dass diese mühsame Arbeit ermöglicht wurde, verdanke ich in erster Reihe dem Herrn Regierungspräsidenten Dr. Schultz, der die Benutzung der bezüglichen Karten gütigst gestattete, so wie der freundlichen Unterstützung des Herrn Steuerrathes Kosack zu Hildesheim.