Original paper

Untersuchungen über fossile Hölzer.

Felix, Johannes

Kurzfassung

2tes Stück. 1. Pityoxylon inaequale nov. sp. Taf. XII, Fig. 3. Querschliff. Dem Bau der deutlich ausgebildeten Jahresringe nach zu urtheilen ist das Holz ein Stammholz. In der mittleren Partie der Ringe finden sich vereinzelte Harzgänge; am zahlreichsten sind sie an der Grenze zwischen Sommer- und Herbstholz. Oft liegen mehrere Harzgänge in tangentialer Richtung direct nebeneinander. Ihr Durchmesser ist ziemlich wechselnd. Ein grosser Harzgang im Sommerholz besass eine Weite von fast 0,1 mm, während dieselbe im äusseren Theile des Herbstholzes bis zu 0,032 mm herabsinken kann. Radialschliff. Die grossen Hoftüpfel auf den Wandungen der Tracheïden stehen fast immer in einer einzigen Reihe, nur selten zu zwei nebeneinander auf gleicher Höhe. Sie stehen meist etwas entfernt von einander und sind gewöhnlich fast kreisrund, ebenso ihr Innenporus. Der Durchmesser des äusseren Hofes beträgt im Frühlings- und Sommerholz im Mittel 0,027 mm, in radialer Richtung erreicht er bisweilen den Werth 0,030 mm. Im Herbstholz sind die Tüpfel wie gewöhnlich kleiner. Die Wandbildungen auf den Kreuzungsfeldern der Markstrahlzellen und Tracheïden waren nicht deutlich erhalten, nur ganz vereinzelt konnte man auf der oberen und unteren Reihe eines Strahles kleine behöfte Tüpfel wahrnehmen. Tangentialschliff (vergl. Taf. XII, Fig. 3). In diesem fallen die Markstrahlzellen durch ihren eigenthümlichen, meist quer-ovalen Umriss und durch ihre höchst verschiedene Grösse in ein und demselben Strahl auf. Diese beiden Momente sind es auch, wodurch sich das vorliegende Holz von den übrigen bisher beschriebenen Pityoxylon-Arten unterscheidet und es berechtigt erscheinen lassen, jenes als eine neue Art zu betrachten.